Seefried: Nachhaltigkeit und Demokratie

Elke Seefried analysiert die Entwicklung des Nachhaltigkeitsdiskurses in der Bundesrepublik seit den 1970er Jahren. Ausgangspunkt war die wachstumskritische Debatte um den Club-of-Rome-Bericht, aus der sich ein politisch aufgeladener Nachhaltigkeitsbegriff entwickelte. Parteien, Umweltverbände und internationale Organisationen verknüpften ihn mit Werten wie Gerechtigkeit, Sicherheit und globaler Verantwortung. Mit der Agenda 21 gewann der Diskurs partizipative Elemente, was Demokratie stärkte, aber gleichzeitig Entscheidungsprozesse verlangsamte. Seit den 2000er Jahren trat eine ökonomisierte Deutung in den Vordergrund, die Kritik an technokratischer Verkürzung hervorrief. Seefried betont, dass Nachhaltigkeit demokratisch verhandelt werden muss.

Der Fachbeitrag steht hier zum Download zur Verfügung.

Seefried, E. (2022). Nachhaltigkeit und Demokratie. Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), 72(21–22), 16–22.