Hackfort et al.: Critical perspectives in technology assessment: On the relevance of care for sustainability transformations

Der Artikel betont die zentrale Rolle von Care-Konzepten für die Weiterentwicklung der Technikfolgenabschätzung. Im Zentrum steht die Frage, wie Care-Ansätze dazu beitragen können, sozial-ökologische Transformationen kritisch-emanzipatorisch zu gestalten und technologische Innovationen unter Bedingungen von Unsicherheit, Machtasymmetrien und gesellschaftlicher Komplexität zu bewerten. Dabei wird Care als ethischer, politischer und praktischer Rahmen … Weiterlesen

Kalt: Kämpfe für Klimagerechtigkeit

Tobias Kalt analysiert die Klimakrise aus einer politisch-ökologischen Perspektive und betont die Notwendigkeit einer intersektionalen Klimagerechtigkeit, die koloniale, kapitalistische und patriarchale Herrschaftsstrukturen kritisch hinterfragt. Er zeigt, wie globale Ungleichheiten und historische Kontinuitäten von Kolonialismus und Rassismus die Verwundbarkeit marginalisierter Gruppen gegenüber den Folgen des Klimawandels verschärfen. Soziale Bewegungen und Kämpfe, … Weiterlesen

Schmitt & Müller: Post- und Dekoloniale Politische Ökologie

Schmitt und Müller verordnen post- und dekoloniale Ansätze in der Politischen Ökologie. Sie zeigen auf, wie koloniale Machtstrukturen und eurozentrische Wissensordnungen bis heute Umweltverhältnisse und Ressourcenkonflikte prägen. Sie plädieren für eine Öffnung der Politischen Ökologie gegenüber vielfältigen Perspektiven, insbesondere aus dem Globalen Süden und von indigenen Gemeinschaften. Ziel ist eine … Weiterlesen

Biesecker: Nachhaltigkeit, Vorsorge und Gender – eine notwendige Beziehung für Nachhaltigkeit

Biesecker analysiert die Notwendigkeit, Nachhaltigkeit, Vorsorge und Gender als zentrale und untrennbare Elemente einer zukunftsfähigen Ökonomie zu begreifen. Sie kritisiert die Trennungsstruktur der modernen kapitalistischen Wirtschaft, die unbezahlte Sorgearbeit und ökologische Produktivität aus dem ökonomischen Wertsystem ausschließt und überwiegend Frauen zuweist. Biesecker fordert eine neue produktive Einheit, die (Re)Produktivität als eine Rationalität, … Weiterlesen

Mecheril & Rangger: Kolonialität der Mündigkeit. Anmerkungen zu einer grundlegenden Referenz politischer Bildung

Mecheril und Rangger untersuchen das Konzept der Mündigkeit als grundlegende Referenz politischer Bildung aus einer post- und dekolonialen Perspektive. Die Autor*innen kritisieren das individuumszentrierte Verständnis von Mündigkeit als Ausdruck einer eurozentrischen, kolonial geprägten Denkweise, die andere Formen von Rationalität, Autonomie und Subjektivität marginalisiert. Sie zeigen, dass dieses Mündigkeitskonzept Teil kolonialer … Weiterlesen

Kleinschmidt: Dekoloniale politische Bildung

Auf Basis qualitativer Untersuchungen von Lernendenvorstellungen zum postkolonialen Erbe entwickelt Kleinschmidt Perspektiven einer dekolonialen politischen Bildung. Anhand von Interviews analysiert er, wie koloniale Denkmuster und eurozentrische Narrative fortwirken. Die Studie zeigt, dass die Gegenwart tief von kolonialen Kontinuitäten geprägt ist, durch globale Ausbeutungsverhältnisse oder epistemische Hierarchien. Kleinschmidt plädiert für eine … Weiterlesen

Kleinschmidt: Toward a decolonial shift in citizenship education: Empirical insights into German classrooms

Malte Kleinschmidt analysiert in diesem Beitrag die Vorstellungen von Schüler*innen zu Globalisiertung, Migration und gesellschaftlicher Vielfalt im Kontext deutscher Schulen. Anhand qualitativer Interviews zeigt er auf, dass koloniale Denkweisen tief im Alltagswissen verankert sind. Dazu zählen u. a. Vorstellungen über den vermeintlich überlegenen Westen oder defizitorientierte Narrative über den Globalen … Weiterlesen

Müller: Klimazukünfte in einer Welt der Ruinen. Dekoloniale Perspektiven einer sozial-ökologischen Transformation

Die Autorin Franziska Müller beleuchtet Klimazukünfte aus einer dekolonialen Perspektive. Ausgehend davon, dass gegenwärtige Transformationsansätze koloniale Machtstrukturen reproduzieren, kritisiert die Autorin die grünkapitalistische und technokratische Klimapolitik. Sie plädiert für eine sozial-ökologische Transformation, die auf Gerechtigkeit, Anerkennung historischer Schuld und indigener Wissenssysteme basiert. Müller diskutier Schlüsselthemen wie Klimakolonialismus, Klimareparationen und Klimamigration, … Weiterlesen

I.L.A. Kollektiv: Die Welt auf den Kopf stellen. Strategien für radikale Transformation

In diesem Band untersucht das I.L.A. Kollektiv Ansätze für eine radikale sozial-ökologische Transformation hin zu einer solidarischen und nachhaltigen Lebensweise. Ausgehend von der Analyse multipler Krisen kritisieren die Autor*innen die Logik kapitalistischer Wachstums- und Ausbeutungsverhältnisse. Sie plädieren für einen grundlegenden Perspektivwechsel, der Care-Arbeit, globale Gerechtigkeit und ökologische Grenzen ins Zentrum … Weiterlesen

BuWa Kollektiv: Klima & Klassismus. Zusammenhänge zwischen Klimakrise und sozialer Ungleichheit

Das Kollektiv „Bildung für utopischen Wandel e.V.“ sammelt in diesem Handbuch praktische Methoden für den Bildungskontext im Bezug auf strukturelle Zusammenhänge zwischen Klimakrise und sozialer Ungleichheit. Anhand konkreter Methoden (u. a. PowerFlower, Checklisten, Diskussionen uvm.) wird Klassismus als Diskriminierungsform deutlich. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, zu reflektieren, wie Klassismus aufgrund … Weiterlesen

E-Learning „Connecting the dots“

Das E-Learning Tool connecting the dots eröffnet postkoloniale und machtkritische Perspektiven auf über 500 Jahre Geschichte. Es setzt sich kritisch mit hegemonialen Geschichtsschreibungen auseinander und macht marginalisierte Stimmen hörbar. Anhand zahlreicher Zitate von Menschen aus unterschiedlichen Epochen, Regionen und sozialen Positionen regt das Tool dazu an, Leerstellen in der historischen … Weiterlesen

Danielzik et al.: Bildung für nachhaltige Ungleichheit? Eine postkoloniale Analyse von Materialien der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Deutschland

In dieser umfassenden Untersuchung werden Materialien der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Deutschland analysiert. Die Ergebnisse der Studie zeigen auf, dass viele der Bildungsmaterialien koloniale Denkmuster und eurozentrische Narrative reproduzieren. Entwicklung wird oft als einseitiger Fortschrittsprozess dargestellt und Macht- und Herrschaftsverhältnisse kaum thematisiert. Die Autor*innen verdeutlichen die Notwendigkeit einer postkolonialen und rassismuskritischen … Weiterlesen

Forschungsschwerpunkt Nonformale Bildung: Alltagsorientierte politische Bildung. Neue Perspektiven für die Offene Kinder- und Jugendarbeit

Die Handreichung der TH Köln widmet sich dem Themenkomplex der alltagsorientierten Politischen Bildung und eröffnet neue Perspektiven für die offene Kinder- und Jugendarbeit. Sie regt dazu an, politische Momente im Alltag junger Menschen zu erkennen und diese für Bildungsprozesse zu nutzen. Neben theoretischen Grundlagen zu Adultismus, Klassismus, gesellschaftlichen Krisen uvm. … Weiterlesen

Eicker: Transformatives Globales Lernen? Eine kritisch-emanzipatorische Perspektive zum Verhältnis von transformativem und Globalem Lernen

Der Autor untersucht aus kritisch-emanzipatorischer Perspektive das Verhältnis zwischen transformativer Bildung und Globalem Lernen. Ausgehend von der Debatte um die „Große Transformation“ und der Rolle von Bildung in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen, analysiert Eicker kritisch die normativen Implikationen transformativer Ansätze. Er beleuchtet, inwiefern transformatives Lernen – verstanden als Reflexion und Veränderung von … Weiterlesen

Bedersdorfer, Achour: (Anti-)Klassismus und Demokratiebildung

Die Autorinnen untersuchen den bislang marginalisierten Aspekt Klassismus im Kontext der schulischen Demokratiebildung. Sie zeigen auf, wie Schule als Institution soziale Ungleichheiten reproduziert, etwa durch frühe Leistungsselektion oder ungleichen Zugang zu politischer Bildung. Sie plädieren für eine klassismuskritische Demokratiebildung, die Machtverhältnisse sichtbar macht, strukturelle Benachteiligung benennt und die Perspektiven betroffener … Weiterlesen

Inkermann: Globale Bildung in der Transformation. Eine hegemonietheoretisch inspirierte Analyse der Transformationsverständnisse von Bildungsakteur*innen des Globalen Lernens

Die Konzepte Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen gelten als zentrale Rolle gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Nilda Inkermann untersucht in dieser qualitativen Interviewstudie unterschiedliche Transformationsverständnisse und plädiert dafür, BNE und globales Lernen im Kontext bestehender Macht- und Herrschaftsstrukturen zu betrachten, um eine kritisch-emanzipatorische Subjektbildung zu ermöglichen. Inkermann, Nilda (2024): Globale … Weiterlesen

Inkermann: Globale Bildung (in) der Transformation. Macht- und Herrschaftsverhältnisse im Bildungs- und Wissenssystem

Globales Lernen reagiert auf multiple Krisen und strebt an, durch Bildungsarbeit zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen beizutragen. Ein hegemonietheoretischer Ansatz untersucht, wie Bildung Machtverhältnisse sichert und transformieren kann. Globales Lernen wird in vier Dimensionen betrachtet: „zu“, „für“, „als“ und „in“ Transformation, wobei unterschiedliche Transformationsziele und Subjektverständnisse sichtbar werden. Nilda Inkermann untersucht, wie … Weiterlesen

Danielzik; Flechter: Wer mit Zweitens anfängt. Bildung für nachhaltige Entwicklung kann Machtwissen tradieren

Danielzik und Flechtker werfen Fragen nach Machtverhältnissen der Nord-Süd-Verhältnisse auf und hebt postkoloniale Strukturen des BNE-Diskurses hervor. Die Autorinnen kritisieren die reduktionistische Darstellung des globalen Südens und hinterfragen eurozentrisch geprägte Wissensproduktion. Sie untersuchen, inwieweit die Ausblendung der Kritik als Mittel zur Machtausübung und hegemonialen Kontinuität beiträgt. Hier geht es zum … Weiterlesen

Chandra-Milena Danielzik: Überlegenheitsdenken fällt nicht vom Himmel. Postkoloniale Perspektiven auf Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Danielzik kritisiert in ihrem Beitrag Macht- und Herrschaftsverhältnisse im Bereich des Globalen Lernens und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie stellt asymmetrische Nord-Süd-Verhältnisse dar und thematisiert die Ursachen für weiterhin bestehende soziale Ungleichheiten die Stabilisierung postkolonialer Verhältnisse. Rassismuskritisch untersucht Danielzik eurozentrische Sichtweisen und fordert dazu auf, den Universalitätscharakter europäischer Normative kritisch … Weiterlesen

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